Der Irrsinn der Vollbeschäftigung und die Wirtschaft der Zukunft

Roland Koch haut mal wieder mit der Populismuskeule um sich. Diesmal sind ausnahmsweise nicht Menschen mit Migrationshintergrund das Ziel, sondern die faulen deutschen Hartz4 Empfänger denen es viel zu gut geht.
Damit beweist Herr Koch nicht nur das er ein verkorkstes Weltbild hat, sondern auch das er und seine Partei offensichtlich keine Antwort auf die drängensten Fragen der Zukunft haben. Während immer mehr Menschen bewusst wird, dass Phrasen wie “Die Rente ist sicher” und “Vollbeschäftigung!” sich nie wieder realisieren lassen werden, belügt Koch und seine CDU weiterhin mit billigster Rhetorik die Massen.

Vollbeschäftigung wird es nie wieder geben – Weil die Arbeitskräfte nicht mehr benötigt werden. Der Arbeiter der Zukunft ist ein Automat/Roboter der noch mehr als jetzt schon den Menschen aus der Produktion verdrängen wird.
Längst wird an Projekten gearbeitet die völlig autonom weltweit Logistikaufgaben, Produktion und Verfahren managen, ausführen und bearbeiten – sogar die Ernte kann in Zukunft mittels GPS-gesteuerten Traktoren automatisch auf dem Feld eingefahren werden.

Jens Berger schreibt in seinem Telepolis Artikel über die 20/80 Gesellschaft, dass 20% der arbeitsfähigen Bevölkerung ausreichen, um den übrigen 80% und sich selbst eine sehr hohe Lebensqualität zu bieten.
Die Frage die wir uns stellen müssen ist also eher politischer Natur. Wie soll die Gesellschaft der Zukunft aussehen?
Bleiben wir bei einem System, bei dem der Besitzer der Automaten/Roboter/Maschinen sich dumm und dämlich verdient während die restliche Bevölkerung am Existenzminimum herumkrebst und sogar die Reichen noch alimentieren muss?

Eine Konfrontation zwischen den Schichten, die wir de-facto in Deutschland haben, ist sicher die schlechteste aller Lösungen. Wir müssen uns irgendwann für ein Modell entscheiden mit dem alle gut leben können. Ob das nun ein Grundeinkommen oder eine Star-Trek Economy wird ist letztendlich egal. Wichtig ist, dass der Dialog bald begonnen wird. Irgendwann in nicht all zu ferner Zukunft werden große Teile der Bevölkerung arbeitslos sein – auch wenn die meisten derzeit noch meinen, der Job sei sicher. Ihr werdet ersetzt werden! Entweder von geknechteten und rechtlosen Billiglöhnern irgendwo auf der Welt an Telearbeitsplätzen- oder von Maschinen hier vor Ort. Ebenfalls muss die stigmatisierung und tabuisierung von Menschen ohne Arbeit aufhören. Nicht nur arbeitende Menschen sind ein wertvoller Teil der Gesellschaft. Jedenfalls einer Gesellschaft die sich nicht nur um die Pro-Kopf Produktivität kümmert. Niemand wird doch einer Hausfrau und Mutter oder einem Rentenempfänger vorwerfen er wäre wertlos – na gut, bei Herrn Koch weiss man es nie so genau..

Ein anderes drängendes Problem für die Zukunft ist die Rente. Das die trotz aller Beteuerung NICHT sicher ist, dürfte jedem klar sein, der in den letzten Jahren einmal die Bevölkerungspyramide angeschaut hat. Und liebe FDP.. Private Vorsorge wird da auch nicht mehr helfen – zumal die Rentenbeiträge und Rücklagen schon jetzt die Kaufkraft und damit letztendlich auch die Lebensqualität der arbeitenden Bevölkerung stark dezimieren. Auch die Rente muss in ein Sozialsystem 2.0 mit einbezogen werden. Rente, die an der Börse verdient wird? Schonmal was von Nachhaltigkeit gehört?

Meiner Meinung nach müssen wir irgendwie wegkommen von einem Kapital/Profit System und uns auf andere Prioritäten konzentrieren – und zwar möglichst bald, bevor es zu spät ist. Wir müssen die beeindruckenden Möglichkeiten unserer Zeit nutzen und alle von Wohlstand und Wissen profitieren – nicht nur eine kleine Elite die Hand in Hand mit der Politik den Rest der Bevölkerung knechtet, überwacht und versklavt.

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Reclaim the Netz! – Google, Tor und Co.

Die Ankündigung von Google, endlich die Zensur in China zu beenden und sich nicht länger der chinesischen Meinungspolizei zu unterwerfen, hat im Internet zu zahlreichen Reaktionen geführt.

Ich hoffe, Google geht als gutes Beispiel einer ganzen Bewegung voran. Die Unternehmen müssen endlich davon abkommen, irgendwelche Gesetze die gegen die weltweit gültigen Menschenrechte verstoßen, als Vorwand für Zensur mit Verweis auf die „lokale Gesetzgebung“ zu akzeptieren.

Jetzt besteht jedenfalls eine Chance. Der Kampf gegen Zensur wurde bisher von der Hacker- und Bürgerrechtsbewegung ausgefochten. Mit der US-Regierung und einem Unternehmen wie Google, entstehen hier ganz neue Möglichkeiten.
Mit vereinten Kräften könnte man die menschenverachtenden Filtersysteme weltweit angreifen, unterwandern und umgehen. Jeder Mensch hat das Recht auf freie Meinungsäußerung und sich aus allen verfügbaren Quellen ungehindert zu unterrichten – das ist ein Recht für das wir kämpfen und wofür es sich zu kämpfen lohnt.

Mit fortschreitender Technisierung und der kontinuierlichen Verbesserung der Filtersysteme durch Firmen wie z.b. C**co oder N**ia, welche mit dem Leid der Menschen in unterdrückten Staaten Geschäfte machen, wird es für Aktivisten immer schwieriger die dringend benötigten Löcher in die Firewalls und Filtersysteme zu hauen.

Das TOR Projekt wird immer wichtiger und ist in einigen Staaten zu einer lebensrettenden Software geworden. Mit den gebündelten Ressourcen von Firmen wie Google wäre es möglich, TOR oder eine vergleichbare Software weiterzuentwickeln. Es gibt bereits sehr viel versprechende Projekte im Bereich der Privatsphäre und Anonymisierung – es fehlt allerdings oft an essentiellen Dingen wie ein ausreichendes Entwicklerteam und eine große Verbreitung. TOR zum Beispiel ist dringend auf sogenannte „Exit-Nodes“ angewiesen um eine vernünftige Geschwindigkeit zu bieten – daran fehlt es zur Zeit am meisten. Die Software funktioniert prächtig und bietet Menschen die unter Zensur zu leiden haben und deinen kein freier und sicherer Zugang zum Netz zur Verfügung steht eine sichere Alternative.

Ich persönlich hoffe jedenfalls, dass es Google mit ihrem Schritt ernst ist und das Unternehmen sich auf die Seite der Guten schlägt und gemeinsam mit uns versucht gegen die Unterdrücker und Meinungsfaschisten vorzugehen.

Es wird jedenfalls Zeit zu handeln..

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Open Source Society

In den letzten Jahren erobert die OpenSource Bewegung immer mehr Bereiche des täglichen Lebens. Von den Ursprüngen in der Software und Betriebssystementwicklung bis hin zu Rezepten für Essen, Getränke, eigene Biere, Bauanleitungen und Vorlagen für Laserfräsen und 3D-Drucker, Bücher, Filme und Musik. Auch andere Dinge wie Book-Crossing und Projekte mit sozialen Komponenten sind gewissermaßen artverwandt.

Vieles lässt sich digitalisieren, vervielfältigen und weitergeben. Eine ganz neue Bewegung entsteht und wird die Gesellschaft höchst positiv verändern. OpenSource Kultur hat bereits phantastische Dinge wie Linux, Wikipedia, GNU Software und vieles andere hervorgebracht.

Was meiner Meinung nach noch fehlt ist ein zentraler Punkt für Einsteiger in die OpenSource Bewegung. Wir müssen die Leute ermuntern, ihr Wissen weiterzugeben. Ob es nun ein Schnittmuster für ein Kleidungsstück ist, Code für Programme, Rezepte oder selbstgemachte Filmsequenzen.

Je mehr wir Kreieren und herausfinden, dokumentieren und Bewegen – alles was wir in die OpenSource Cloud geben werden wird weiter Entwickelt und verbessert werden. Wir müssen die Gesellschaft zum Teilen erziehen und klar machen, dass letztendlich alle davon profitieren. Die OpenSource Society muss wachsen!

Natürlich stellt sich nun die Frage wie wir das erreichen. Meiner Meinung nach brauchen wir dafür zunächst einmal ein Portal, Mitstreiter und einiges an Lobbyarbeit. Wir können alles erschaffen was wir brauchen. Mir fallen da einige Dinge ein:

Portal mit folgenden Elementen
- OpenSource Social Network / Community
- Eine Mischung aus Wikipedia und Launchpad um unseren Content zu verwalten
- Einfache Möglichkeit zu partizipieren und Dinge in unsere Cloud zu geben
- Die Rückendeckung von Möglichst vielen derzeit in der OS-Community tätigen Leuten

Wie wir das verwirklichen können sehe ich zur Zeit leider noch nicht. Vielleicht finden sich ja hier einige Mitstreiter für die Umsetzung oder weitere Konzepte?

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Frohes neues Jahr!

Ich wünsche allen Besuchern, Freunden und Bekannten und natürlich der Familie ein frohes neues Jahr 2010!

Wir haben richtig spießig Silvester gefeiert – mit Bowle, Fondue, Bleigießen, schwarzer Peter spielen und Techno zum Jahreswechsel. War eine nette Party – vielen Dank an Steffi, Lukas, Jörg und meine Elle.

Hoffentlich beginnt 2010 besser als 2009. Das war eine blöde Zeit. Ich hoffe, es wird schnell Frühling und freue mich auf die kommenden Highlights.. Trance Energy, Mayday 2010, mein einjähriges Twitter-Jubiläum, Geburtstage, Urlaube, den Wahlkampf mit meinen Piraten usw..

Frohes neues Jahr ihr Lieben ;)

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Moderne Werkzeuge für die Piraten müssen her

Wir Piraten sind ja bekanntlich die modernste, beste und tollste Partei überhaupt – aber trotzdem haben wir nur ziemlich veraltete und untereinander inkompatible Werkzeuge für unsere tägliche Parteiarbeit zur Verfügung. Da haben wir unsere Wikis und Mailinglisten, Twitter, Jabber, Etherpad, Google-Wave, Weblogs, IRC und so weiter. Die Menge an Tools führt natürlich zu vielen Problemen. Die Informationen werden zersplittert und nicht zentral aufbewahrt. Bestimmte Infos zu finden ist ein Ärgernis – ganz zu schweigen von den vielen Downtimes und Ausfällen. Von Benutzerfreundlichkeit und Aktualität wage ich nicht mal zu reden. Es geht viel zu viel Zeit und Energie drauf um einfachste Dinge herauszufinden. Richtige Transparenz ist so auch nicht Möglich.

Was wir brauchen sind neue, moderne Systeme – von mir aus auch selbst gebastelte. Vorbilder gibt es genug. Ein Projekt welches Ich für sehr gelungen halte, ist die Greenpeace-Website greenaction.de – Dort können Aktivisten sich vernetzen und zusammen Projekte und Aktionen planen, durchführen und dokumentieren.

So etwas bräuchten wir für unsere Parteiarbeit auch. Die Piraten müssen die Möglichkeit haben, sich Untereinander gemäß ihren Intressen zu verbinden und dann dort an Projekten zu arbeiten. Das können Infostände, Wahlprogramme oder Events sein – Dabei muss die Website aber eine Hilfestellung sein. Beispielsweise könnte dort für Infostände oder Sitzungen ein Workflow implementiert werden welcher von Genehmigung/Demoanmeldung bis zum Tisch beschaffen / Abbau alles in Form einer Checkliste oder sonstiger Hilfestellung bereit hält. Mittels Event-ID können dann auch Fotos/Videos/Berichte/Reaktionen in unser neues CMS an dieses Event gelinkt werden und so einfach und effektiv dokumentiert werden. Das Gleiche gilt natürlich auch für Sitzungen und andere Parteiaktivitäten. Die Möglichkeiten hier sind fast grenzenlos.

Als Vorbilder könnte uns eine Melange aus diesen Seiten dienen:

  • greenaction.de
  • barackobama.com
  • meineSPD.net
  • wordpress.com
  • Xing
  • Abgeordnetenwatch

Weitere Möglichkeiten für unsere PolitiTool Website sind z.b.

  • Crew/Verband wird Online organisiert
  • Protokolle werden automatisch mit Hilfe (Wizard?) erstellt und an Eventteilnehmer geschickt und archiviert
  • Plant man einen Event, bekommt man eine Hilfestellung was alles zu beachten ist. Mitglieder in der Nähe werden informiert.
  • Der Einstieg muss erleichtert werden. Durch Patenschaften und Wizards muss ein Andocken problemlos möglich sein. (Was interessiert dich besonders? // [x] Datenschutz! // Mach mit bei der AG Datenschutz!)
  • Die Terminflut wird gebändigt werden. Stammtische in Kiel interessieren einen Bayern eher weniger und umgekehrt.

Ich denke, wir können bei den Piraten ganz neue Wege gehen. Wir müssen aus allen bisherigen Kommunikations- und Kollaborationstools das Beste herausholen und für uns nutzen. Interessant wäre es bestimmt auch, einen eigenen Twitterähnlichen Dienst zu starten in dem alle Piraten mitmachen können und direkt bei Anmeldung jeder jedem folgt. So können wir blitzschnell und effektiver als bisher Informationen weitergeben, Flamewars führen und weiter an der orangenen Revolution arbeiten.

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Willkommen auf meinem Blog.

Hier geht es um das Internet, Netzkultur, Piraten, Politik, Linux, Hacking und mich.

Ich hoffe ihr fühlt euch wohl.. nehmt euch nen Kaffee und viel Spaß beim lesen.

Alex
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